Kolping – Mit dem Handwerk eng verbunden
Das Werk Adolph Kolpings hat seinen Ursprung bei der Unterstützung der Handwerksgesellen. Als gelernter Schuster kannte Kolping das Handwerk aus eigener Tätigkeit. In dieser Tradition engagiert sich das Kolpingwerk bis heute sehr aktiv im Handwerk, zum Beispiel für passende Arbeitsbedingungen, angemessene Verdienste und hochwertige Arbeitsergebnisse. Deshalb identifizieren sich viele Handwerker*innen mit den Werten des Verbandes.
Das Handwerk ist eine wichtige Säule der rheinland-pfälzischen Wirtschaft. 266.000 Menschen sind in über 55.000 Betrieben beschäftigt, in denen 18.000 Lehrlinge ausgebildet werden. Zusammen erwirtschaften sie einen Umsatz von ca. 37,9 Milliarden Euro. Das Handwerk in Rheinland-Pfalz ist überwiegend mittelständisch geprägt.
Quelle: https://mwvlw.rlp.de/themen/wirtschaftszweige/handwerk/?utm_source=copilot.com
Das Handwerk ist eine tragende Säule der Wirtschaft und spielt eine Schlüsselrolle bei:
- Fachkräftesicherung
- Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt
- Stärkung des ländlichen Raums
- Förderung von Innovation und Digitalisierung; Transformation
- Lebenslanges Lernen als Standortfaktor
Viele Unternehmen finden kaum Auszubildende und Fachkräfte. An den Hochschulen steigen die Zahlen der Studienabbrecher.
In der öffentlichen Diskussion ist häufig von „jedem Vierten“ die Rede, der sein Studium ohne Abschluss beendet. Manche Statistiken gehen auch von rd. 28 % der Bachelor-Studierenden in Deutschland und ca. 21% der Masterstudierenden aus, die ihr Studium ohne Abschluss beenden.
Folgende Fragen können im Rahmen von Diskussionsrunden gestellt werden:
- Was man unternehmen muss, um die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung in Rheinland-Pfalz wirksam zu fördern?
- Ziel 3 der Fachkräftestrategie 2022-2026 (sog. Ovaler Tisch) beschreibt, die duale Ausbildung zukunftsfest und attraktiv auszugestalten: Gibt es mögliche Lösungsansätze, gerade für Studienabbrecher, eine bessere Perspektive im Handwerk zu eröffnen?

