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Landesvorstand von Kolping Rheinland-Pfalz zu Gast im Katholischen Büro Mainz

Dank für langjährige Zusammenarbeit und Wunsch nach Fortsetzung des Austauschs

Mainz. Zu einem abschließenden Gespräch traf sich der Landesvorstand von Kolping Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 20. August 2026, mit dem Leiter des Katholischen Büros Mainz, Dieter Skala, der zum 31. Oktober 2026 in den Ruhestand tritt.

Seit vielen Jahren pflegen Kolping Rheinland-Pfalz und das Katholische Büro einen regelmäßigen Austausch. Ziel dieser Gespräche war es stets, aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen zu erörtern sowie gemeinsame Themen und Herausforderungen in den Blick zu nehmen. Dabei brachte der Landesvorstand die Anliegen und Perspektiven des katholischen Sozialverbandes ein, während Dieter Skala wichtige Einblicke in politische Prozesse und Themen der Landesregierung vermittelte.

„Die Gespräche mit Dieter Skala waren für uns immer sehr wertvoll. Sie haben dazu beigetragen, politische Entwicklungen frühzeitig wahrzunehmen und die Anliegen von Kolping Rheinland-Pfalz in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang einzuordnen“, betonte Diakon Andreas W. Stellmann, Landesvorsitzender.

Im Mittelpunkt des Treffens standen aktuelle politische und gesellschaftliche Fragestellungen sowie ein Rückblick auf die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Landesvorstand dankte Dieter Skala für sein großes Engagement, seine Offenheit und die stets konstruktive Begleitung der Arbeit von Kolping Rheinland-Pfalz.

Mit Blick auf die Zukunft äußerten die Vertreter*innen von Kolping Rheinland-Pfalz den Wunsch, die bewährte Tradition des regelmäßigen Austauschs auch mit dem künftigen Leiter des Katholischen Büros, Dr. Markus Patenge, fortzuführen.

„Der Dialog zwischen Kirche, Verbänden und Politik ist gerade in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten von großer Bedeutung. Deshalb würden wir uns freuen, den vertrauensvollen Austausch auch künftig fortsetzen zu können“, so der Landesvorstand abschließend.

Der Landesvorstand von Kolping Rheinland-Pfalz wünscht Dieter Skala für seinen bevorstehenden Ruhestand Gesundheit, Gottes Segen und viele erfüllende Jahre nach seinem aktiven Berufsleben.

Sonntagsschutz darf nicht zum Reparaturinstrument für strukturelle Probleme werden

Kaiserslautern, 10.08.2026 - Aufgrund des extremen Niedrigwassers am Rhein wurde das Sonntagsfahrverbot für Lkw in Rheinland-Pfalz seit letztem Wochenende gelockert. Der Kolping Landesverband Rheinland-Pfalz betrachtet diese Entscheidung mit Sorge. Verständnis für die besondere Situation und die damit verbundenen Herausforderungen für Wirtschaft und Versorgung bedeute nicht automatisch Zustimmung zur Lockerung des Sonntagsschutzes.


„Der Sonntag ist für uns ein gesellschaftlicher Wert. Er schafft einen gemeinsamen Rhythmus, ermöglicht Familien gemeinsame Zeit, Erholung, Ehrenamt und Begegnung. Gerade deshalb sollten wir sehr sorgfältig damit umgehen, wenn der Sonntagsschutz zugunsten kurzfristiger wirtschaftlicher Problemlösungen eingeschränkt wird“, erklärt Diakon Andreas W. Stellmann, Vorsitzender des Kolping Landesverbandes Rheinland-Pfalz.


Aus Sicht von Kolping stehen gute Arbeit, der Schutz von Familie und gemeinsamer Zeit sowie die Bewahrung der Schöpfung in einem engen Zusammenhang. Der Sonntag ist dabei ein wichtiger Bestandteil einer Gesellschaft, in der der Mensch und nicht allein wirtschaftliche Effizienz im Mittelpunkt steht.


Die aktuelle Situation auf dem Rhein macht nach Auffassung des Kolping Landesverbandes Rheinland-Pfalz zudem ein grundlegenderes Problem sichtbar: Die Abhängigkeit von funktionierenden Verkehrswegen und die zunehmenden Herausforderungen durch klimatische Veränderungen erfordern langfristige Antworten.


„Mit der Lockerung des Sonntagsfahrverbots lösen wir ein akutes Problem – aber nicht dessen Ursache“, erklärt Matthias Donauer, Leiter des Arbeitskreises Landespolitik des Kolping Landesverbandes Rheinland-Pfalz. „Wenn Niedrigwasser dazu führt, dass unsere Logistik an ihre Grenzen kommt, müssen wir uns fragen, wie wir unsere Verkehrsstrukturen resilienter und klimaverträglicher gestalten können. Eine kurzfristige Verlagerung auf die Straße kann keine langfristige Strategie ersetzen.“


Der Kolping Landesverband Rheinland-Pfalz plädiert deshalb dafür, die nun geltende Regelung tatsächlich als Ausnahme für eine außergewöhnliche Situation zu behandeln. Gleichzeitig brauche es mehr politische Anstrengungen für eine nachhaltige und krisenfeste Logistik, eine stärkere Verlagerung des Güterverkehrs auf geeignete Verkehrsträger und eine Infrastruktur, die auch unter veränderten klimatischen Bedingungen zuverlässig funktioniert.


„Als Kolping wollen wir wirtschaftliche Realität und soziale Verantwortung nicht gegeneinander ausspielen. Gute Arbeit, intakte Familien und der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen gehören zusammen“, betont Stellmann. „Der Sonntag darf nicht zum Reparaturinstrument für Probleme werden, die wir an anderer Stelle langfristig lösen müssen.“


Der Kolping Landesverband Rheinland-Pfalz sieht die aktuelle Lockerung daher nicht als zukunftsweisende Lösung, sondern als Anlass, die langfristigen Herausforderungen von Verkehr, Klimawandel und Arbeitswelt stärker in den Blick zu nehmen.